Neue Sirene
Einzelband EUR 12,-. Doppelband EUR 24,-
Hefte 1 bis 9 je EUR 9,-.
Abonnement (4 Bände) EUR 43,- incl. Inlands-Porto
Wegweisende Literatur der Gegenwart


Neue Sirene



Israël Eliraz


Hölderlin, 50. Gedicht
[hebräisch-deutsch]

Eliraz, Hölderlin

Höderlin, Gedichte (hebräisch-deutsch)
Aus dem Hebräischen von Sonja Elgner
Verlag im Wald - Neue Sirene
ISBN 3-929208-55-5
EUR 14,- zzgl. Versandkosten. Die Lieferung erfolgt gegen Rechnung.

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Der international bekannte israelische Lyriker, Opernlibrettist, Dramatiker und Prosaist Israël Eliraz, der Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Jerusalem, Tel Aviv und an der Sorbonne in Paris studierte und dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt und auf Bühnen in Israel, Frankreich und Deutschland aufgeführt wurden, setzt sich in dem Gedichtzyklus Hölderlin, der nun erstmals in einer zweisprachigen Ausgabe auf Hebräisch und Deutsch vorliegt, mit dem Werk des Dichters Friedrich Hölderlin auseinander, dessen weltweit bekannte Lyrik heute als ein Höhepunkt deutschsprachiger Dichtung gilt.
Anhand der Erlernung des Schreinerhandwerks reflektiert Hölderlin in der lyrischen Interpretation von Israël Eliarz erneut über das Verständnis von "Materie" und "Form" in ihrer Beziehung zu handwerklichen Gegenständen und zu ihrer theoretischen metaphysischen Grundlage einerseits sowie über das Ringen um die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten in ihrer Beziehung zu Gott andererseits.
Zitate aus den Gedichten Höderlins werden mit Zitaten aus Gedichten von Paul Celan verschränkt, wodurch der insgesamt 50 Gedichte umfassende Zyklus von Eliraz vor dem Hintergrund der einschneidenden Erfahrung des Nationalsozialismus um eine historisch-politische Dimension bis in die Nachkriegszeit hinein erweitert wird.
Damit ändert sich zugleich die Rolle des zeitgenössischen Dichters dahingehend, dass die Vermittlung zwischen den von Eliraz herausgearbeiteten Gegensätzen des Erinnern und Vergessens nicht mehr bruchlos wiederhergestellt werden kann, aber in einem übergreifenden Sinn lässt sich zusammenfassen, "Der Wahnsinn ist tot, Sterben ist Wahnsinn", wie es in dem letzten Gedicht des Zyklus heißt.

"Das umfangreiche lyrische Werk des 1936 in Jerusalem geborenen Eliraz ist auf Deutsch bisher nur in der Zeitschrift Neue Sirene erschienen, die auch diesen Band mit herausgibt. Der 40jährige Aufenthalt des 'geistig umnachteten' Hölderlin bei der Familie des Schreiners Zimmer - die Zeit, in der er nicht mehr schrieb - dient dem Zyklus von 50 Gedichten als Ausgangspunkt. [...] Ein stets wiederkehrendes Motiv ist dabei die Frage, inwieweit Sprache ein zuverlässiges Medium des Erinnerns an das flüchtige menschliche Subjekt sein kann [...]."

Zeitriss, Blätter für Sprachbewegung


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